Freitag, 28. Juli 2017

Panama

Hier ein paar Informationen zu Panama :)


República de Panamá

Sprache: Spanisch
Hauptstadt: Panama-Stadt (von den Panameños auch einfach Panamá genannt)
Fläche: 75 517 km² (Deutschland: 357 375 km² -> fast 5-mal so groß)
Einwohnerzahl: 3 929 000 (Deutschland: 82 175 000 -> ca. 21-mal so viele Einwohner)
Währung: Balboa und US-Dollar
Flagge von Panama

Wie man sieht, ist Panama im Gegensatz zu Deutschland ziemlich klein. Es ist ein Land in Zentralamerika und grenzt östlich an Kolumbien und westlich an Costa Rica. Im Norden von Panama befindet sich der Karibische Ozean, während im Süden der Pazifik liegt. Die höchste Stelle ist der Vulkan Barú mit 3477 m.
Das Wetter in Panama ist ziemlich tropisch, und es ist das ganze Jahr über zwischen 25 und 32 Grad warm. Von April bis Dezember ist Regenzeit, die restlichen Monate bleibt es trocken.
Wichtigste Einnahmequelle für Panama ist der Panamakanal, der Karibik und Pazifik miteinander verbindet. Jedes Jahr passieren ihn mehr als 4 Millionen Schiffe.
1501 wurde Panama von dem Spanier Rodrigo de Bastidas entdeckt. Aber schon sehr viel längere Zeit lebten dort indigene Völker, die vor allem an den Küsten wohnten, um dort zu fischen. Daher hat Panama auch seinen Namen, der von einem indigenen Wort für "Fülle an Fisch" kommt. Heute leben von den vielen indigenen Völkern noch 7 in autonomen Gebieten in Panama.
Das Land hat viele Nationalparks, eine große Artenvielfalt und viel Küste und wird deshalb auch für Touristen immer beliebter.
26% der Bevölkerung lebt in Armut und es gibt eine tiefe Schere zwischen Arm und Reich. Panama wurde stark von den USA beeinflusst, die den Panamakanal bauten und lange Zeit Hoheitsrechte in der Panamakanalzone hatten.

Montag, 24. Juli 2017

"In Panama", sagte der kleine Bär, "ist alles viel schöner, weißt du."

Nach der Schule mal etwas ganz anderes erleben, eine neue Sprache und neue Kultur kennen lernen, neue Leute treffen und sich einer neuen Herausforderung stellen. Warum viele sich nach Ende der Schule ein Jahr Zeit nehmen, um zu reisen, ist gut zu verstehen. Einen Freiwilligendienst im Ausland zu machen, ist eine Option, Arbeit und Reisen zu verbinden. Er verfolgt das Ziel, die Lebenssituation von Menschen zu verbessern, den Umweltschutz zu unterstützen und ähnliches, vor allem dient er aber dazu, den interkulturellen Austausch zu fördern und für andere Kulturen zu sensibilisieren. Klingt doch nicht schlecht, oder?
Das fand ich zumindest, und habe deswegen beschlossen, ein FSJ im Ausland zu machen. Schnell bin ich auf den entwicklungspolitischen Freiwilligendienst "weltwärts" gestoßen, ein Programm, das zu 75% vom BMZ finanziert wird und jährlich etwa 3500 Menschen ermöglicht, als Freiwillige ins Ausland zu gehen. Nach einigen Bewerbungen bei Organisationen, die ein freiwilliges soziales Jahr mit "weltwärts" anbieten, habe ich mich schließlich für "AFS" entschieden, eine Organisation, die schon lange Zeit als Organisation für Austauschjahre oder eben Freiwilligendienste im Ausland tätig ist.
Aber warum Panama?
Panama ist ein kleines Land, das Nord- und Südamerika miteinander verbindet und hier in Deutschland vor allem für den Panama-Kanal, die Panama-Papers und Panama Hüte bekannt ist. Und bei dem jeder sofort an die Geschichte von Janosch denken muss. Ich muss sagen, dass ich auch nicht viel mehr über Panama wusste, als ich mich dazu entschied, es als mein Wunschland anzugeben. Selbst die Lage musste ich erstmal nachgucken. Nach einer kurzen Internetsuche war ich dann schlauer.
Bei Janosch weiß der kleine Bär schon viel mehr über Panama. Vor allem, dass es da viel schöner ist, alles ist viel größer, und überall riecht es nach Bananen. Daran erinnert er sich, als er eine Kiste aus Panama findet.
Genau wie ich beschließen der kleine Tiger und der kleine Bär daraufhin, sofort nach Panama aufzubrechen. Sie glauben fest daran, dass Panama das Land ihrer Träume ist. Das Ziel ihrer Reise ist letztendlich jedoch ihr kleines, gemütliches Haus mit Schornstein.

"Du meinst, dann hätten sie doch gleich zu Hause bleiben können?
Du meinst, dann hätten sie sich den weiten Weg gespart?
O nein, denn sie hätten den Fuchs nicht getroffen und die Krähe nicht, Und sie hätten nie erfahren, wie gemütlich so ein schönes, weiches Sofa aus Plüsch ist."

Vielleicht findet der ein oder andere, dass die Reise der beiden sinnlos war, da sie doch gar nicht weggekommen sind. Trotzdem haben sie Erfahrungen gesammelt und etwas etwas erlebt, was sie sonst nicht erlebt hätten.
Auch ich werde nach einem Jahr wiederkommen. Vielleicht wird es so aussehen, als ob meine Reise nicht viel gebracht hätte und ich nicht viel ändern konnte, aber die Erfahrungen, die ich und die Menschen, die mich kennenlernen, machen werden, die würden wir sonst nicht sammeln.