
Jetzt bin ich seit etwa einer Woche hier in Panama. Alles
ist noch ziemlich neu und ich konnte schon viele Eindrücke von dem Land
bekommen, in dem ich ein Jahr lang leben werde. Von Mittwoch bis Samstag war
ich zunächst auf einem On-Arrival Camp mit den anderen Freiwilligen aus
Deutschland und einem Mädchen aus Ungarn, die hier ein Jahr studieren wird. In
der Zeit haben wir einige Infos zu unserer Zeit hier in Panama bekommen, unsere
ID Karte im Migration Office beantragt und konnten schon einiges über die Kultur
kennenlernen. Was sofort aufgefallen ist: Die Leute sind ziemlich locker und
Pünktlichkeit ist eher nicht so wichtig. Aber alle unsere Teamer waren sehr
hilfsbereit und haben schon viel Erfahrung mit Freiwilligen. Wir konnten
während unseres Camps auch etwas von Panama Stadt sehen. Die Stadt ist sehr
schön, und irgendwie interessant aufgebaut, da hier hohe Bürogebäude und
Einfamilienhäuser direkt beieinanderstehen. Unsere Jugendherberge hatte einen
Pool und wir haben immer selbst gekocht, allerdings noch kein wirklich
typisches Essen.
 |
| In Panama Stadt ist ziemlich viel Verkehr |
Da Panama sehr tropisch ist, gibt es hier auch fast jeden
Tag mindestens einen Regenschauer. An einem Tag sind wir mal in einen
hineingeraten und ich war froh, einen Regenschirm dabei zu haben, denn wenn es
hier regnet, dann richtig! An dem Tag hatte es zudem auch noch gewittert und am
Ende war alles unglaublich nass und der Pool randvoll mit Wasser. Die
Luftfeuchtigkeit ist hier generell ziemlich hoch und alles braucht unglaublich
lange, um zu trocknen, wenn die Sonne nicht da ist. Momentan sieht man
allerdings etwas mehr Sonne, letzte Woche war es eigentlich dauerhaft bewölkt.
Die Wolken machen die Hitze allerdings sehr viel erträglicher, es ist hier
eigentlich jeden Tag um die 28 bis 30 Grad.
Samstag war es dann soweit und ich bin zu meiner Gastfamilie
nach Penonomé gefahren. Ich habe neben meinen Gasteltern noch eine 21-jährige
Gastschwester, mit der ich mir das Zimmer teile, und
 |
| Patacones |
einen 20-jährigen
Gastbruder. Sie haben mich sehr freundlich begrüßt und wir sind in dem Taxi, in
dem mein Vater arbeitet, nach Hause gefahren. Dort gab es sofort ein typisches
Essen: Patacones! Sonntags bin ich dann mit meiner Gastschwester, ihrem Freund,
und meinem Gastbruder in ein Freibad gefahren. Eigentlich wollten wir zum
Strand, der war aber leider zu, da es ein wenig geregnet hat. Das Freibad war
aber irgendwie gleichzeitig eine Art Zoo, da man sich ein paar Tiere angucken
konnte.
 |
| Penonomé |
Die meisten Freiwilligen haben diese Woche schon angefangen,
zu arbeiten, meine Arbeit fängt aber erst nächste Woche an, weshalb ich momentan
viel Zeit habe. Seit Mittwoch habe ich zum Glück einen Spanischkurs, wodurch
ich nicht den ganzen Tag zuhause bin. Am Montag war ich mit meinem Local, der
für die Freiwilligen in Penonomé zuständig ist, einer anderen Freiwilligen,
einer Deutschen, die vor ein paar Jahren ein Auslandsjahr hier gemacht hat und
zurzeit ihre Familie besucht, der Cousine meines Locals und einem Freund von
ihm im Observatorium von Penonomé und wir haben die Sonnenfinsternis gesehen!
Danach sind wir noch auf einen Aussichtspunkt gefahren, von wo aus man eine
gute Sicht auf Penonomé hatte. Die Stadt ist sehr grün und umgeben von Bergen
und dem Meer.
Im Haus verbringt meine Gastfamilie viel Zeit damit,
Fernsehen zu sehen, abends setzt man sich auch mal raus und unterhält sich mit
den Nachbarn. Meine Gastmutter ist irgendwie mit der halben Nachbarschaft
verwandt, und immer laufen irgendwelche Leute im Haus herum, die ich nicht
wirklich kenne xD Ich habe auch einen kleinen Gastbruder, auch wenn der
wahrscheinlich eher mein Gastcousin oder sowas in der Art ist, mit dem ich ein
wenig Zeit verbringe.
Da ich erst seit wenigen Tagen in meiner Gastfamilie bin,
muss ich mich noch ein wenig hier einleben. Das Leben ist schon sehr anders und
ich werde bestimmt bald noch mehr dazu schreiben und natürlich von meinem Projekt berichten.