Freitag, 25. August 2017

Meine ersten Tage in Panama


Jetzt bin ich seit etwa einer Woche hier in Panama. Alles ist noch ziemlich neu und ich konnte schon viele Eindrücke von dem Land bekommen, in dem ich ein Jahr lang leben werde. Von Mittwoch bis Samstag war ich zunächst auf einem On-Arrival Camp mit den anderen Freiwilligen aus Deutschland und einem Mädchen aus Ungarn, die hier ein Jahr studieren wird. In der Zeit haben wir einige Infos zu unserer Zeit hier in Panama bekommen, unsere ID Karte im Migration Office beantragt und konnten schon einiges über die Kultur kennenlernen. Was sofort aufgefallen ist: Die Leute sind ziemlich locker und Pünktlichkeit ist eher nicht so wichtig. Aber alle unsere Teamer waren sehr hilfsbereit und haben schon viel Erfahrung mit Freiwilligen. Wir konnten während unseres Camps auch etwas von Panama Stadt sehen. Die Stadt ist sehr schön, und irgendwie interessant aufgebaut, da hier hohe Bürogebäude und Einfamilienhäuser direkt beieinanderstehen. Unsere Jugendherberge hatte einen Pool und wir haben immer selbst gekocht, allerdings noch kein wirklich typisches Essen.
In Panama Stadt ist ziemlich viel Verkehr
Da Panama sehr tropisch ist, gibt es hier auch fast jeden Tag mindestens einen Regenschauer. An einem Tag sind wir mal in einen hineingeraten und ich war froh, einen Regenschirm dabei zu haben, denn wenn es hier regnet, dann richtig! An dem Tag hatte es zudem auch noch gewittert und am Ende war alles unglaublich nass und der Pool randvoll mit Wasser. Die Luftfeuchtigkeit ist hier generell ziemlich hoch und alles braucht unglaublich lange, um zu trocknen, wenn die Sonne nicht da ist. Momentan sieht man allerdings etwas mehr Sonne, letzte Woche war es eigentlich dauerhaft bewölkt. Die Wolken machen die Hitze allerdings sehr viel erträglicher, es ist hier eigentlich jeden Tag um die 28 bis 30 Grad.
Samstag war es dann soweit und ich bin zu meiner Gastfamilie nach Penonomé gefahren. Ich habe neben meinen Gasteltern noch eine 21-jährige Gastschwester, mit der ich mir das Zimmer teile, und
Patacones
einen 20-jährigen Gastbruder. Sie haben mich sehr freundlich begrüßt und wir sind in dem Taxi, in dem mein Vater arbeitet, nach Hause gefahren. Dort gab es sofort ein typisches Essen: Patacones! Sonntags bin ich dann mit meiner Gastschwester, ihrem Freund, und meinem Gastbruder in ein Freibad gefahren. Eigentlich wollten wir zum Strand, der war aber leider zu, da es ein wenig geregnet hat. Das Freibad war aber irgendwie gleichzeitig eine Art Zoo, da man sich ein paar Tiere angucken konnte.
Penonomé
Die meisten Freiwilligen haben diese Woche schon angefangen, zu arbeiten, meine Arbeit fängt aber erst nächste Woche an, weshalb ich momentan viel Zeit habe. Seit Mittwoch habe ich zum Glück einen Spanischkurs, wodurch ich nicht den ganzen Tag zuhause bin. Am Montag war ich mit meinem Local, der für die Freiwilligen in Penonomé zuständig ist, einer anderen Freiwilligen, einer Deutschen, die vor ein paar Jahren ein Auslandsjahr hier gemacht hat und zurzeit ihre Familie besucht, der Cousine meines Locals und einem Freund von ihm im Observatorium von Penonomé und wir haben die Sonnenfinsternis gesehen! Danach sind wir noch auf einen Aussichtspunkt gefahren, von wo aus man eine gute Sicht auf Penonomé hatte. Die Stadt ist sehr grün und umgeben von Bergen und dem Meer.
Im Haus verbringt meine Gastfamilie viel Zeit damit, Fernsehen zu sehen, abends setzt man sich auch mal raus und unterhält sich mit den Nachbarn. Meine Gastmutter ist irgendwie mit der halben Nachbarschaft verwandt, und immer laufen irgendwelche Leute im Haus herum, die ich nicht wirklich kenne xD Ich habe auch einen kleinen Gastbruder, auch wenn der wahrscheinlich eher mein Gastcousin oder sowas in der Art ist, mit dem ich ein wenig Zeit verbringe.
Da ich erst seit wenigen Tagen in meiner Gastfamilie bin, muss ich mich noch ein wenig hier einleben. Das Leben ist schon sehr anders und ich werde bestimmt bald noch mehr dazu schreiben und natürlich von meinem Projekt berichten.

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