Straßen immer hügeliger wurden. Wir übernachteten in einem kleinen Hostel, in dem neben uns nur vier andere Gäste waren. Eine Frau dort beriet uns direkt freundlich, was wir in Santa Fé so machen könnten, und noch am gleichen Tag gingen wir zu einem Fluss, in dem man baden konnte. Leider war die Strömung zu stark zum schwimmen und das Wasser ziemlich kalt, aber es war ein schöner, kurzer Ausflug. Abends gingen wir dann mit einer Französin, die momentan alleine durch Panama reist, zu einem kambodschanischen Restaurant. Das Essen war scharf, aber mal eine Abwechslung zu dem wenig gewürzten panamaischen Essen.
Dienstag wollten wir es dann ruhiger angehen und erstmal in ein paar Läden gehen, die selbstgemachten traditionellen Schmuck verkauften, schließlich war Freitag hier in Panama Muttertag, da brauchten wir natürlich ein Geschenk. Leider hatten die Läden aber zu.
Nachmittags haben wir dann "Inner Tubing" gemacht. Wir beide hatten vorher noch nie davon gehört, aber nachdem wir davon gelesen hatten, war uns schnell klar, dass wir das probieren mussten. Und so ging es in Rettungsweste auf einem Reifen den Fluss hinunter. Da es viel geregnet hatte, war die Strömung an einigen Stellen recht schnell und man stieß sich auch öfters mal an Felsen, was die Fahrt etwas abenteuerlicher machte. Gerade an den ruhigen Stellen konnten wir aber auch einfach die Aussicht genießen. Wir fuhren mitten durch den Dschungel, außer uns war weit und breit kein Mensch zu sehen, und aus den Bäumen kamen Geräusche von Vögeln und anderen Tieren. Es war eine sehr schöne Fahrt, auch wenn ich am Ende das Pech hatte, zwischen lauter Felsen hängen zu bleiben.
Das Essen fand in dem Haus eines Botschafters statt. Dort bekamen wir doch tatsächlich deutsches Essen, das sogar geschmeckt hat! Es war auch eine gute Gelegenheit, die weltwärts-Freiwilligen der anderen Organisationen kennenzulernen, auch wenn die meisten von AFS waren. Abends ging es dann wieder auf den Weg nach Hause, denn am nächsten Tag war ja der Día de la Madre, Muttertag.
Anders, als ich erwartet hätte, war das aber ein recht normaler Tag, an dem zwar alle frei hatten, aber nicht so viel gemacht wurde. Meine Gastmutter besuchte mit meiner Gastschwester noch die Großmutter, und ich hatte einen ruhigen Tag zuhause.
Auch wenn ich durch das Wetter noch gar nicht richtig in Weihnachtsstimmung bin, ist hier schon alles festlich geschmückt. Sogar einen Adventskranz haben wir! Und die Tür wurde mit Geschenkpapier umwickelt, das ist schon etwas gewöhnungsbedürftig für mich. Jeden Tag wird hier jedenfalls die Deko etwas mehr und ich bin schon gespannt, wann der Weihnachtsbaum dazukommt.
| So sieht die Haustür zurzeit aus |
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