Samstag, 9. Dezember 2017

Santa Fé, Weihnachtsessen & Día de la Madre

Meine erste Ferienwoche habe ich natürlich sofort zum Reisen genutzt! Sonntag ging es mit einer anderen Freiwilligen nach Santa Fé, ein Dorf mitten in den Bergen und im Dschungel Panamas. Schon während der Fahrt im Bus konnten wir sehen, wie wir weg von der Stadt kamen und die
Straßen immer hügeliger wurden. Wir übernachteten in einem kleinen Hostel, in dem neben uns nur vier andere Gäste waren. Eine Frau dort beriet uns direkt freundlich, was wir in Santa Fé so machen könnten, und noch am gleichen Tag gingen wir zu einem Fluss, in dem man baden konnte. Leider war die Strömung zu stark zum schwimmen und das Wasser ziemlich kalt, aber es war ein schöner, kurzer Ausflug. Abends gingen wir dann mit einer Französin, die momentan alleine durch Panama reist, zu einem kambodschanischen Restaurant. Das Essen war scharf, aber mal eine Abwechslung zu dem wenig gewürzten panamaischen Essen.
Am nächsten Tag entschieden wir uns dazu, zu einem Wasserfall zu wandern. Dazu mussten wir allerdings eine befahrene Straße hinauflaufen, was in der Mittagshitze echt anstrengend war. Unterwegs hatten wir aber eine gute Aussicht. Der letzte Teil führte dann durch den Wald. Es war schon recht rutschig, und wir kletterten zwischen Wurzeln und Steinen einen matschigen Trampelpfad hinunter. Wie sich aber herausstellte, führte dieser uns nicht zur richtigen Stelle im Fluss, und so sollten wir die Wasserfälle von Altos de Piedra nie zu Gesicht bekommen. Da es auch noch langsam anfing, zu regnen, liefen wir nach einer kurzen Pause wieder zurück. Bergab und im Regen war der Weg zum Glück angenehmer zu laufen.
Dienstag wollten wir es dann ruhiger angehen und erstmal in ein paar Läden gehen, die selbstgemachten traditionellen Schmuck verkauften, schließlich war Freitag hier in Panama Muttertag, da brauchten wir natürlich ein Geschenk. Leider hatten die Läden aber zu.
Nachmittags haben wir dann "Inner Tubing" gemacht. Wir beide hatten vorher noch nie davon gehört, aber nachdem wir davon gelesen hatten, war uns schnell klar, dass wir das probieren mussten. Und so ging es in Rettungsweste auf einem Reifen den Fluss hinunter. Da es viel geregnet hatte, war die Strömung an einigen Stellen recht schnell und man stieß sich auch öfters mal an Felsen, was die Fahrt etwas abenteuerlicher machte. Gerade an den ruhigen Stellen konnten wir aber auch einfach die Aussicht genießen. Wir fuhren mitten durch den Dschungel, außer uns war weit und breit kein Mensch zu sehen, und aus den Bäumen kamen Geräusche von Vögeln und anderen Tieren. Es war eine sehr schöne Fahrt, auch wenn ich am Ende das Pech hatte, zwischen lauter Felsen hängen zu bleiben.
Mittwochs hatten wir dann doch nochmal Gelegenheit, ein Geschenk für unsere Gastmütter zu besorgen, und dann ging es schon auf den Rückweg. Für mich hieß das aber, direkt nach Panama-Stadt weiterzufahren, da die deutsche Botschaft am 7. Dezember alle weltwärts-Freiwilligen zu einem Mittagessen eingeladen hatte. Deswegen traf ich mich mit ein paar anderen abends in der Stadt und übernachtete in einem anderen Hostel. Das war schon ein großer Kontrast zu dem kleinen Santa Fé! Panama-Stadt ist sehr westlich geprägt, es gibt viele Hochhäuser und alles ist wesentlich moderner als in den restlichen Städten des Landes. Selbst das Hostel war riesig und man konnte dort lauter Backpacker aus allen möglichen Ländern antreffen!
Das Essen fand in dem Haus eines Botschafters statt. Dort bekamen wir doch tatsächlich deutsches Essen, das sogar geschmeckt hat! Es war auch eine gute Gelegenheit, die weltwärts-Freiwilligen der anderen Organisationen kennenzulernen, auch wenn die meisten von AFS waren. Abends ging es dann wieder auf den Weg nach Hause, denn am nächsten Tag war ja der Día de la Madre, Muttertag.
Anders, als ich erwartet hätte, war das aber ein recht normaler Tag, an dem zwar alle frei hatten, aber nicht so viel gemacht wurde. Meine Gastmutter besuchte mit meiner Gastschwester noch die Großmutter, und ich hatte einen ruhigen Tag zuhause.
Auch wenn ich durch das Wetter noch gar nicht richtig in Weihnachtsstimmung bin, ist hier schon alles festlich geschmückt. Sogar einen Adventskranz haben wir! Und die Tür wurde mit Geschenkpapier umwickelt, das ist schon etwas gewöhnungsbedürftig für mich. Jeden Tag wird hier jedenfalls die Deko etwas mehr und ich bin schon gespannt, wann der Weihnachtsbaum dazukommt.
So sieht die Haustür zurzeit aus

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