Lang ist es her, seit ich das letzte Mal etwas geschrieben habe, aber meine letzten Wochen
waren auch nicht sehr spannend, inzwischen hat sich bei mir der nicht sonderlich spannende
Alltag eingespielt.
Am Samstag war
allerdings der nationale Tag der Wiederaufforstung, weshalb AFS Freiwillige und Austauschschüler vom Umweltministerium hier in Penonomé zu einer großen
Aufforstungs-Aktion eingeladen wurden. Das durfte ich mir natürlich nicht
entgehen lassen. Früh morgens trafen wir uns in Penonomé, um zusammen zum
Treffpunkt zu fahren. Dort angekommen begrüßten uns schon viele andere Freiwillige. Sowohl Panameños als auch Ausländer verschiedenster Organisationen
waren gekommen, um auf dem großen grünen Feld, das sich vor uns erstreckte, ein
paar Bäume zu pflanzen. Zunächst gab es eine kurze Begrüßung der Veranstalter
und es wurde sogar ein wenig gesungen und gebetet, bevor uns erklärt wurde, wie
die Bäume eingepflanzt werden sollten. Die Wurzeln der Setzlinge waren nicht in
Plastiktüten, sondern in Zeitungspapier gewickelt, sodass sie genau so in die
Erde konnten. Da es sogar schon Löcher gab und wir ziemlich viele Teilnehmer
waren, dauerte es nur etwa eine halbe Stunde, bis in jedem Loch ein kleiner
Baum stand. Ziemlich viel Aufwand für so eine schnelle Aktion, aber es war auch
ziemlich heiß und deshalb gar nicht so schlimm, dass wir so schnell fertig
waren. Zum Schluss gab es noch einen Snack und wir standen noch eine Weile
zusammen, bevor es wieder nach Penonomé ging. Ich hoffe, von den Bäumen, die
wir gepflanzt haben, überleben die meisten, einige sahen schon etwas wackelig
aus und bei dem heftigen Regen, der uns hier fast täglich erwartet, fallen
bestimmt auch ein paar um.
Wir waren nicht die
einzigen, die Samstag Bäume gepflanzt haben, in ganz Panama wurde an
verschiedenen Orten ein Beitrag zur Wiederaufforstung geleistet. Mein Eindruck
ist, dass vielen Menschen hier die Problematik der Abholzung von Wäldern
bewusst ist und die Regierung durchaus etwas dagegen tut. Ob allerdings genug
getan wird, kann ich nicht einschätzen.
Auflösung der Frucht vom letzten Mal:
Diese Frucht heißt Rambutan und ist mit der Litschi verwandt, weshalb sie auch beharrte oder falsche Litschi genannt wird. Im Spanischen heißt sie Mamón chino. Die haarige, weiche Schale der Mamón chino wird nicht gegessen. Hier in Panama öffnet man die Schale einfach mit den Zähnen und lutscht dann das weiße Fruchtfleisch vom Kern (so habe ich es zumindest gelernt). Schmeckt auch echt lecker und gab es vor allem in den ersten Wochen nach meiner Ankunft!
Exotische Früchte #5: Was könnte das für eine Frucht sein?
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