Samstag, 28. Oktober 2017

Bäume pflanzen mit "Mi Ambiente"

Letzte Woche Donnerstag bin ich mit der anderen Freiwilligen in meinem Projekt und zwei Freiwilligen aus Chitré in ein Dorf in der Nähe von Penonomé gefahren, um dort Bäume zu pflanzen.
Die beiden Freiwilligen kannten einen Mann von der Organisation "Mi Ambiente", der sich viel für die Umwelt einsetzt und häufig bei Projekten wie diesem dabei ist. Wir haben uns natürlich sehr gefreut, dass er uns mitnehmen wollte.
Die Aussicht unterwegs
Morgens um 8 Uhr trafen wir uns in Penonomé, wobei es eher 9 Uhr war, bis alle da waren, wir uns in einen Pickup quetschten und mit José (der Name des Mannes) und dem Fahrer losfuhren. Es ging raus aus der Stadt und schnell wurde die Umgebung unglaublich grün. Nach einer Weile waren die Straßen steiler und kurviger und wir hatten eine unglaublich schöne Aussicht. Da mussten wir natürlich auch einmal anhalten, um Fotos zu machen. Bald darauf kamen wir dann auch in dem Dorf San Miguel an, wo wir direkt vielen anderen Helfern von unterschiedlichen Organisationen vorgestellt wurden. Wir trafen uns in einer Schule, weshalb auch viele Schüler da waren, die uns freundlich begrüßten. Nach der Vorstellungsrunde beluden wir drei Pickups mit den Baumsetzlingen und bald darauf fuhren wir über holprige Straßen und durch zwei kleine Flüsse zu unserem Zielort. Die Fahrt war sehr abenteuerlich, da die Wege unbefestigt, steinig und teilweise sehr steil waren. Hinzu kam noch, dass wir hinten auf der Ladefläche saßen und uns da teilweise gut festhalten mussten, um nicht rauszufallen. Einmal blieben wir sogar stecken.
Das kleine Abenteuer hatte sich aber gelohnt, erkannten wir, als wir ankamen: ein idyllisches Haus stand mitten in der Natur, umgeben von Orangenbäumen und farbenfrohen Blumen. Wir durften sofort eine Orange probieren, und sie waren echt super lecker. Ich weiß nicht, ob mir die Orangen in Deutschland jetzt noch schmecken werden :)
Orangen sind hier gelb oder grün
Neben dem Haus war eine abgezäunte Wiese, in der wir die Bäume einpflanzten. Inzwischen regnete es leicht, weshalb wir nicht so viele Fotos machten, aber es war sehr spaßig. Zum Schluss bekamen wir noch zwei Tüten Orangen geschenkt, was für uns alle genug Vorrat für die ganze Woche war. Wieder in der Schule angekommen gab es ein leckeres Mittagessen mit der ganzen Gruppe, und einige Männer hielten kleine Reden, in denen sie uns vorstellten. Alle zeigten großes Interesse an uns und wir konnten viele Kontakte knüpfen, sodass wir hoffentlich irgendwann nochmal sowas machen können!
Bei dem Haus, wo wir die Bäume gepflanzt haben
Danach ging es auch schon wieder auf den Rückweg, aber zwischendurch hielten wir nochmal bei einem kleinen, hübschen Hotel an, von wo aus man einen kleinen Pfad entlang zu einem wirklich schönen Wasserfall gehen konnte. Panama ist ja bekannt für seine vielen Wasserfälle, aber das war das erste Mal, dass ich hier einen gesehen habe, und er war sehr beeindruckend. Am Wasserfall angekommen war es unglaublich windig, da das Wasser aus großer Höhe hinunterfiel, und wir badeten eine Weile in dem Fluss. Irgendwie strahlten die Natur mit dem Wasserfall und das schöne, saubere Hotel eine ruhige und friedliche Atmosphäre aus, in der man sich sicher gut entspannen könnte. Für uns ging es aber wieder nach Penonomé, wo wir uns noch kurz in ein Restaurant setzten und eine Kleinigkeit aßen, bevor wir wieder nach Hause zurückkehrten.
Der Blick vom Hotel aus
Der Tag war für mich sehr besonders und voller neuer Eindrücke, und es war toll, diese vielen netten Menschen zu treffen, die an ihre Mission glauben und denen es wichtig ist, sich für die Umwelt einzusetzten. Panama hat eine sehr schöne Natur, die durch solche Menschen hoffentlich noch lange bewahrt wird.





2 Kommentare:

  1. :-)
    Die Fahrt mit dem pickup hört sich recht abenteuerlich an. Gib gut auf dich acht!

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