Lesen lohnt sich! (behaupte ich mal)
Donnerstag, 2. November
| Die Aussicht unterwegs |
| Ankunft im Dorf |
Penonomé), aber im Gegensatz zu meinem Zuhause, wo die Hühner in einem kleinen Stall leben, durften auch diese sich frei bewegen. Daneben gab es noch viele andere Tiere, zum Beispiel bunte Vögel. Aura lebt mit ihrer Mutter zusammen in einem kleinen Holzhaus, wo ich die Nacht über bleiben durfte. Leider hat es Donnerstag recht viel geregnet, weshalb wir nicht zum Fluss gehen konnten, aber mir wurde sehr viel von dem Dorf gezeigt und ich habe sehr viele neue Erfahrungen gemacht. Alle Menschen in dem Dorf waren unglaublich freundlich und großzügig, und die meisten wirkten zufrieden mit ihrem Leben, auch wenn sie wahrscheinlich nicht viel Geld hatten. Die Mutter von Aura hat mir davon erzählt, in welchen Verhältnissen sie früher gelebt hat, und das war wesentlich extremer. Es fehlt zwar immer noch ein Kühlschrank, das wenige Licht wird durch Solarzellen gewonnen und die Straßen sind unbefestigt und matschig, aber trotzdem habe ich das Gefühl bekommen, dass man in diesem kleinen Dorf in den Bergen ein gutes Leben führen kann.
Freitag, 3. November
Wieder hieß es früh aufstehen und es ging den ganzen Weg zurück nach Penonomé. Dort war ich nämlich auf den Geburtstag meines Locals eingeladen, also die Person von AFS, die sich bei Fragen
und Problemen um die Freiwilligen und Austauschschüler kümmert. Er wurde 25 Jahre alt und hat das groß gefeiert. Das war natürlich ein ziemlicher Kontrast zu dem einfachen Leben in Vito, das ich am Tag davor kennengelernt hatte! Wir haben etwas namens "junta de embarra" gemacht, wobei man in einer Lehmgrube herumläuft und sich ganz schön schmutzig macht! Ich war hinterher von oben bis unten voll mit Lehm, weil jeder einmal reingeschubst wurde. Anschließend wurde mit dem Lehm ein Teil einer Wand für ein Haus gemacht. Das war schon lustig. Danach sind wir alle zusammen in den Fluss gegangen, um uns sauber zu machen, und wir haben ein paar Spiele gespielt. Kuchen und Arroz con Pollo (das typische Essen bei jeglichen Feiern) durften natürlich auch nicht fehlen. Bevor der Kuchen angeschnitten wurde, haben wir alle noch gesungen. Als ich dann nach Hause gekommen bin, wurde der Geburtstag meiner Gastnichte gefeiert, die an dem Tag 15 wurde. Der 15. Geburtstag ist ja bekanntlich in Lateinamerika etwas sehr besonderes. Wir haben aber zumindest an dem Tag nicht groß gefeiert, sondern nur mit Familie und Freunden zusammengesessen und gegessen. Auch für meine Gastnichte gab es natürlich einen Kuchen, und eine Tante hat ein Gebet für sie gesprochen. Von ihrer Mutter hat sie einige Schmuckstücke geschenkt bekommen, und sie wurde beim Übergeben ihres Geschenks sehr emotional. Leider habe ich nicht verstanden, ob der Schmuck eine besondere Bedeutung hatte. Alles in allem war Freitag also ein sehr voller und ziemlich kontrastreicher Tag für mich.
Samstag, 4. November
| Auf dem Rückweg |
Montag, 6. November
Sonntag habe ich nichts Spannendes gemacht, deswegen lasse ich den mal weg :)
Montag war ich mit ein paar Familienmitgliedern bei den Desfiles. Da das der Tag der großen Parade war, gab es bis nachts um 3 Uhr Programm! Zusammen saßen wir auf unseren mitgebrachten Stühlen am Straßenrand und haben uns die verschiedenen Bands und Gruppen angeschaut. Es waren sogar ein paar akrobatische Sachen dabei! Und sehr viele Personen in traditioneller Kleidung. Ich muss aber sagen, dass ich es schon sehr anstrengend fand, den ganzen Tag da zu sein, und als wir dann gegen 10 Uhr abends nach Hause fuhren, war ich ziemlich fertig, was aber auch an der Mittagshitze gelegen haben könnte. Trotzdem hat es Spaß gemacht und war eine Erfahrung, auf die ich nicht gerne verzichtet hätte.
Ich habe also schon einiges erlebt die letzten Tage. Freitag ist wieder ein Nationalfeiertag und deswegen müssen wir diese Woche nur an drei Tagen arbeiten. Desfiles gibt es aber in Penonomé erst einmal nicht mehr.
Eine völlig andere Welt ... beeindruckend, was Du erlebst.
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