Letzter Freitag war ein
besonderer Tag für die Kinder auf meiner Arbeit: zusammen mit einigen Kollegen
und mir ging es nach Panama-Stadt! Für viele war es ihr erster Besuch der
Hauptstadt, und so war die Begeisterung natürlich groß.

Da wir möglichst viel
Zeit in der Stadt verbringen wollten, wartete ich schon morgens um 6 Uhr am
Treffpunkt, wo mich einer der beiden Busse mit den Kindern abholen würde. Im
Bus herrschte eine gute Stimmung und alle freuten sich auf den Tag. Als wir
dann gegen 9 Uhr bei der Fuente Amador ausstiegen, strahlte uns die Sonne an
und es war schon jetzt unglaublich heiß! Wir machten ein paar Fotos von der
schönen Aussicht auf das Meer und die Skyline Panamas im Hintergrund, und genug
Zeit, um die dort zur Verfügung stehenden Fitnessgeräte auszuprobieren, hatten wir auch. Danach ging es auch
schon weiter nach Casco Viejo, der Altstadt, durch die wir größtenteils mit dem
Bus fuhren. Ein bisschen gingen wir aber auch zu Fuß durch die Straßen und an
den Kirchen und alten Ruinen vorbei. Anschließend war auch schon Zeit für das
Mittagessen. Das Einfachste bei so einer großen Gruppe (etwa 50 Personen mit
den Kollegen) ist natürlich, Essen für alle mitzunehmen, und so aßen wir unseren
Reis mit Hühnchen an der Cinta Costera in der Nähe der Altstadt mit Aussicht
auf das Meer.

Danach ging es endlich zum Kanal! Ich bin ja bei meinen ganzen Besuchen
der Hauptstadt bisher noch nicht dazu gekommen, zur Miraflores
Schleuse zu gehen und habe mich sehr gefreut, dass sie auf dem Programm
stand.
Nach einem kurzem Besuch des Museums und einem Film zur Geschichte des
Kanals
setzen wir uns bei einem Aussichtspunkt hin und warteten auf die
Schiffe, die
ab 15 Uhr nachmittags die Schleuse passieren.
Als der Moment endlich gekommen
war, verfolgten wir alle gespannt, wie ein großes Schiff in die schmale
Passage
fuhr und dann nach und nach das Wasser weniger wurde, bis schließlich
nur noch
der obere Teil des Schiffs zu sehen war. Das ging schneller, als ich
erwartet
hätte! Bis ausreichend Wasser abgelassen worden ist, dauert es in der
Regel etwa 8 Minuten.
Danach wurden die Schleusentore geöffnet und das Schiff setzte seinen
Weg
Richtung Pazifik fort. Das zweite Schiff, dass durch die Schleuse fuhr,
war sogar noch größer! Vormittags sieht man die Schiffe, die vom
Pazifik kommen
und auf dem Weg zum Atlantik die Schleuse durchqueren. Da der Gatun See,
der
durchquert werden muss, um an die andere Küste Panamas zu gelangen, über
dem
Meeresspiegel liegt, müssen die Schiffe auf diese Höhe gebracht werden
und
später eben wieder auf Meereshöhe zurückkommen. Unser letzter
Programmpunkt war
die Albrook Mall, wo wir etwas Zeit zum Shoppen hatten und Abendessen
aßen.
Müde machten wir uns dann wieder auf den Weg nach Penonomé. Wobei
eigentlich nur ich müde war, die Kinder waren hellwach und sangen laut
zu den Liedern
mit, die im Bus liefen.
Es war auf jeden Fall
ein schöner Ausflug und alle hatten viel Spaß. Da ich am 8. Mai das Projekt
wechseln muss (das wurde Anfang des Jahres so vereinbart), war es für mich auch
ein kleiner Abschied, da jetzt nur noch wenige Tage fehlen, bevor ich in
das neue Projekt gehe.
Auflösung der Frucht von letzter Woche:
Der Name der Frucht ist Guama, oder auch Guaba, wie sie hier eigentlich nur genannt wird (ich habe Ewigkeiten nach ihr gesucht, bis ich herausgefunden habe, dass sie meistens Guama genannt wird). Auch sie wird jetzt im Sommer geerntet. Die Guama ist eine sehr interessante Frucht. Länglich und von außen sehr hart, ist es schon eine Kunst, sie aufzubekommen! Zunächst wird sie dafür mithilfe eines Stuhls oder ähnlichem in der Hälfte geteilt und dann versucht man, die obere Seite hochzuklappen, um an die Kerne zu kommen, die mit einem süßen, weißen Fruchtfleisch umgeben sind. Das wird dann gegessen. Ziemlich viel Aufwand, aber es lohnt sich!
Exotische Früchte #3: Wie heißt diese Frucht?
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