Donnerstag, 14. September 2017

Meine ersten Tage im Projekt

Letzte Woche Dienstag war es endlich soweit: Mein erster Arbeitstag. Früh morgens sind meine Schwester und ich zum Mides aufgebrochen, um noch letzte Sachen wegen des Formulars zu klären, und von dort aus wurde ich direkt mitgenommen. Im Hogar de Niñas angekommen wurde ich kurz allen Kollegen vorgestellt und konnte dann dabei helfen, ein Plakat über die Bibel zu erstellen, weil der September der Monat der Bibel ist und nicht viele Mädchen da waren, mit denen ich etwas hätte machen können. Danach habe ich mich noch kurz mit einem Mädchen unterhalten und ihr dabei geholfen, einen englischen Text zu übersetzten. Nachmittags kamen dann mehr Mädchen und ich konnte einigen dabei helfen, die Aussprache eines französischen Textes zu üben.
Meine Aufgabe besteht hier eigentlich darin, bei Englisch und Französisch zu helfen, weshalb ich
Arbeitsraum (der grüne Fleck ist eine Kollegin)
eigentlich immer im "Arbeitsraum" bin, wo die Kinder Schulaufgaben erledigen und lernen. Neben mir sind immer noch zwei bis drei andere Frauen da, die für die Kinder drucken, ihnen Materialien wie Stifte und Schnellhefter geben, und Fragen beantworten. Insgesamt gibt es 35 Mädchen, von denen einige von 7 Uhr bis 12 Uhr und andere von 14 Uhr bis 19 Uhr Schule haben, wodurch sowohl vormittags als auch nachmittags Kinder da sind. Alle sind soweit ich weiß so zwischen 14 und 18 Jahre alt. Leider kommen sie ziemlich selten mit Fragen zu mir, was glaube ich zum einen daran liegt, dass sie sich nicht trauen, aber auch, weil momentan Klausurenphase ist und die Kinder auch für andere Fächer lernen müssen und nicht so viele Aufgaben haben. Für mich bedeutet das allerdings: warten. Ich nutze die Zeit, um Spanisch zu lernen, aber sehr viel gibt es sonst auch nicht, was ich machen kann. Die anderen Frauen scheinen auch nicht so viel zu tun zu haben, vielleicht ist das hier also normal. Sie sind oft am Handy und unterhalten sich viel, was Panameños generell sehr gerne machen. Es ist aber interessant zu hören, was für Gesprächstthemen unterschiedliche Personen so haben.
Eines der Schlafzimmer
Ich habe die Hoffnung, dass ich vielleicht nach der Klausurenphase noch andere Sachen mit den Mädchen machen kann, vielleicht ein Freizeitprogramm anbieten oder ähnliches, damit ich mich noch ein bisschen sinnvoll hier einbringen kann. Nächste Woche sind die Mädchen erstmal alle für eine Woche weg, weil Ferien sind und sie zu ihren Eltern fahren. In der Zeit werden wir hier aufräumen, putzen und anderes. Darauf bin ich schon gespannt.
Heute wurde ich auch von einer Kollegin herumgeführt und konnte ein paar Fotos machen. Das Gelände ist relativ groß und es wird sogar einiges angebaut wie zum Beispiel Platanos (Kochbananen).
Morgen fängt außerdem mein Post-Arrival-Camp an und ich treffe die anderen Freiwilligen wieder. Es findet sogar hier in Penonome statt! Mehr dazu dann demnächst :)

2 Kommentare:

  1. Hi Lara,
    Hört sich an, als würdest Du gemütlich starten... und dreisprachig. Scheint, es gibt eine eigene Geschwindigkeit :-).
    Das Foto mit dem Klassenraum habe ich nicht ganz verstanden eigenwillige Anordnung.
    Bin gespannt, ob Du die Schülerinnen nach und nach besser kennen lernst.
    Genieß die Zeit! Thiele Grüße über den großen Teich,
    Papa

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    1. Hi,
      oh ja, gemütlich ist das richtige Wort! Ich hoffe auf jeden Fall, dass sich da noch was ändert, muss einfach selbst Aufgaben finden, und wenn mein Spanisch erstmal besser ist, wird vieles mit Sicherheit auch einfacher.
      Das Foto habe ich von meinem Platz aus gemacht, vielleicht ist es deshalb so schwierig, es zu erkennen, aber es gibt zwei Tischreihen, eine, die an den Fenstern entlang verläuft und die andere gegenüber.
      Vielen Dank und viele Grüße zurück,
      Lara :)

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