Donnerstag, 19. April 2018

Santa Catalina & Isla Coiba

Manchmal habe ich das Gefühl, dieser Blog besteht hauptsächlich aus meinen Urlaubsberichten. Ja, ich habe schon viel Zeit zum Reisen. Also kommt hier ein weiterer Urlaubsbericht. Diesmal ging es für mich und eine Freiwillige aus Panama-Stadt nach Santa Catalina, ein beliebter Surferstrand hier in Panama.
Da die Fahrt nach Santa Catalina sehr lang ist, nahm ich mir donnerstags schon etwas früher frei, und mittags nahmen wir den Bus. Nach insgesamt vier Stunden Fahrt und zweimal Umsteigen standen wir dann vor unserem Hostel. Santa Catalina ist ein kleines Dorf direkt am Strand, das etwas abgelegen von größeren Städten liegt. Unser Hauptgrund, weshalb wir uns für diese Reise entschieden hatten, war Isla Coiba, eine Insel in der Nähe von Santa Catalina, die, abgesehen von einem Haus vom Umweltministerium, völlig unberührt von Menschen ist. Sie wird auch als das Galapagos von Panama bezeichnet, und das nicht ohne Grund, wie wir gleich am nächsten Tag feststellen konnten. Uns wurde nämlich direkt im Hostel eine Schnorcheltour in Isla Coiba angeboten, die wir natürlich sofort zusagten.
Und so ging es freitags dann früh los, und um 8 Uhr trafen wir uns mit der Gruppe von etwa 10 Personen am Treffpunkt. Nachdem jeder ein Paar Flossen bekommen hatte, liefen wir zum Strand. Von dort aus ging es in einem Boot zu der Insel. Auf etwa halben Weg rief auf einmal jemand „Delfin!" und bald waren alle am staunen, als die Tiere vor unserem Boot aus dem Wasser sprangen. Wir beobachteten sie noch eine Weile bevor wir weiterfuhren. Das war echt schön. Bevor wir ankamen, konnten wir sogar noch ein zweites Mal eine Gruppe aus Delfinen beobachten. Das war schon einmal ein guter Start. Um Isla Coiba herum gibt es viele andere, kleine Inseln, und an einer dieser Inseln machten wir unseren ersten Stopp. Weißer Strand, Palmen und klares Wasser. Schon so war der Ort einfach beeindruckend und genau das, was man sich unter einsamer Insel vorstellt. Unter Wasser gab es aber wunderschöne Korallen, bunte Fische, Schildkröten und sogar kleine Haie zu beobachten! Bis auf letztere habe ich auch alles gesehen, und das, obwohl ich vorher noch nie Schnorcheln war und grade beim ersten Stopp anfangs noch ein paar Schwierigkeiten hatte. Danach ging es direkt weiter zu einer anderen, genauso schönen Insel, wo wir unten am Meeresgrund einige Rochen sahen! Auch hier habe ich die Haie verpasst, aber immerhin die Schildkröten habe ich wieder gesehen. Als nächstes machten wir eine Mittagspause an einem anderen Strand, der wieder wirklich schön war. Dort genossen wir ein wenig die Aussicht und entspannten im Meer oder am Strand. Und zum Schluss gingen wir an einem letzten Ort schnorcheln, bevor es wieder zurück ging. Die vielen Schildkröten und Fische, die ich an dem Tag gesehen habe, waren echt beeindruckend, und man hat gemerkt, dass auf Isla Coiba noch nicht viele Touristen das Land und Wasser erkunden. Auch wenn Santa Catalina schon lange als Surferstrand bekannt ist, ist die Insel noch ein Geheimtipp, da sie erst vor kurzem für den Tourismus geöffnet wurde.
Am nächsten Tag hatte ich dann die erste Surfstunde meines Lebens. Als wir zunächst am Strand übten, wie wir uns auf das Board stellen sollten, hatte ich noch ziemliche Zweifel, dass ich das im Wasser schaffen würde. Aber letztendlich war es gar nicht so schwierig! Ein bisschen Übung brauche ich trotzdem noch. Nachmittags gingen wir noch etwas am Strand entlang, aßen Eis und entspannten einfach, was zu einem richtigen Strandurlaub eben einfach dazugehört :) wir hatten außerdem, auch wenn es bewölkt gewesen war, vom Schnorcheln ziemlichen Sonnenbrand auf dem Rücken und verbrachten deshalb mehr Zeit im Schatten als auf den Surfboards.
Sonntags ging es dann schon recht früh wieder nach Hause. Als Urlaubsort kann ich Santa Catalina auf jeden Fall empfehlen, zumindest, wenn man auf der Suche nach Strand, Surfen, Schnorcheln und Tauchen ist. Auch wenn ich noch nichts zum vergleichen habe, wird das wohl einer der besten Orte in Panama für diese Aktivitäten sein!
Hier in Penonomé kehrt langsam der Regen wieder zurück. Die Luft wird schwüler und es gab auch schon einige Schauer. Ich habe den Sommer ziemlich genossen und hatte gehofft, dass er noch etwas länger bleibt, vor allem, da er sehr viel später als sonst angefangen hat! Aber daran lässt sich wohl nichts ändern.

Kleines Rätsel am Schluss: Wer kennt diese Frucht?
Die Auflösung gibt es nächste Woche.

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